2018Ozeanien

Neukaledonien: Rote Erde in der Südsee

Rote Erde wie in Australien, Lebensart wie in Frankreich – und eine gehörige Portion Kanakentum: Neukaledonien ist ein faszinierender Mix. Frankreichs Außenpost in der Südsee liegt 1.600 km östlich von Brisbane im Herzen des Pazifik. Und überrascht mit einer einzigartigen Natur.

Rote Erde, Kultur der Ureinwohner und exotische Natur: Womit Australien wirbt, kann auch Neukaledonien bietet. Denn letztlich sind beide – zumindest für Geologen – Geschwister. Zusammen mit Australien, Neuseeland und anderen Ecken im Südwestpazifik bildeten Neukaledonien einst den riesige Urkontinent Gondwana. Als er vor rund 250 Millionen auseinanderbrach, entstand ein Archipel, der langsam nach Nordosten driftete.

Am 4. September 1774 entdeckte James Cook die Inseln, nannte sie Neu-Schottland (New Caledonia), tauschte mit den Häuptlingen Geschenke aus – und segelte weiter. So nahm am 24. September 1853 Auguste Febvrier-Despointes den Archipel für Frankreich in Besitz.

Und verwandelte die fernen Inseln – ähnlich wie die Briten in Australien – in die Hölle auf Erde. 21.000 Menschen wurden dorthin verbannt. Diebe, Dirnen und politisch Unbequeme, darunter auch Aufständische der Pariser Kommune.

Als zehn Jahre später Jules Garnier Nickel fand, begann ein Boom, der sich erst im dritten Millennium abschwächte. Der Archipel birgt ein Drittel der weltweiten Nickelvorräte – und das wird für die Herstellung von rostfreiem Stahl benötigt. Anders als in Australien, kann Nickel in Neukaledonien im offenen Tagebau abgebaut werden. Das macht den Abbau günstiger. Und allgegenwärtig sichtbar auf Grande Terre.

Auch im Parc Provincial de la Rivière Bleue im Süden von Grande Terre steckt überall Nickel in der Erde. Blaue Adern im Gestein verraten sein Vorkommen. Die Gebiete, die einst für den Bergbau abgeholzt wurden, werden heute gezielt mit einheimischer Flora aufgeforstet. Dass das gelingt, hat Forscher weltweit neugierig gemacht. Denn Nickel ist ein hochgiftiges Metall!

Der versunkene Wald des Parc Provincial de la Rivière Bleue. Foto: Hilke Maunder

Doch auf Neukaledonien gibt es ein paar Superpflanzen, den Nickel nicht nur trotzen, sondern es sogar nutzen. Als „Hyperakkumulatoren“ ziehen sie die Schwermetalle aus dem Boden und speichern sie in ihren Blättern. Auf dem Weg dorthin färbt der Nickel den Pflanzensaft blaugrün.

Der  Ökologe Antony van der Ent hat diese außergewöhnlichen Pflanzen mit nach Melbourne genommen und dort in einen Teilchenbeschleuniger gesteckt. Die hochauflösenden Bilder aus dem Innersten der Pflanze verrieten, wie die Pflanze die Metallanreicherung anlegte und nutzte. Und genau mit dieser Technik sollen nun verseuchte Böden weltweit mit solchen  Superpflanzen renaturiert werden.

Zwischen dem dichten Grün verstecken sich auch Orchideen wie die Megastylis gigas. Eine Besonderheit sind auch die fleischfressenden Pflanzen wie die Drosera neocaledonica und Nepenthes vieillardii. Da der Boden so nährstoffarm ist, fressen sie Insekten und decken so ihren Nährstoffbedarf.

Das Naturschutzgebiet im Süden von Grande Terre schützt die Becken der Flüsse Rivière Blanche, Rivière Bleue und Mois de Mai, von denen die beiden letztgenannten seit 1958 den Yaté-Stausee füllen. Aus den Fluten ragen Tausende Baumstümpfe und Stämme heraus: ein großer ertrunkener Wald – die forêt noyée.

Über die 80 m lange Brücke Pont Pérignon, deren „Gummiholz“ seit 60 Jahren dem Wasser trotzt, geht es im Allradwagen hinein in einen urzeitlichen Regenwald.

Früher bedeckte solch ein Regenwald rund 80 Prozent von Neukaledonien; heute sind es knapp 20 Prozent. Unter dem Blätterdach versperrt ein Gewirr aus Lianen den Weg. Eine Gottesanbeterin hat sich zwischen riesigen Blättern versteckt.

Filigrane Flechten und dicke Moose haben die Stämme von Baumveteranen erobert. Mehr als 1000 Jahre hat „Le Grand Kaori“ auf dem Buckel. 40 m hoch ragt der älteste und größte Kauri-Baum von Neukaledonien in den Tropenhimmel. Epiphyten haben seine Krone erobert, Besucher ihre Namen in seine Rinde geritzt.

Möbel, Masten und ganze Schiffe wurden aus Kauri-Holz einst hergestellt – wie von den australischen Artgenossen von Fraser Island.

Die frühe Isolation hat auch eine faszinierend fremde Tierwelt hervorgebracht. Aufgeregt zücken ein paar Mountainbiker ihre Handys. Direkt vor ihnen stochert ein junger Cagou mit grauweißen Federkleid und langem, roten Schnabel im Laub nach Nahrung. Kaum großer als eine Ente, ist Neukaledoniens Nationalvogel selten geworden – eingeschleppte Feinde wie der Fuchs habe die Vogelart, die nur laufen, aber nicht fliegen kann, drastisch dezimiert.

Im Unterholz des Regenwaldes lebt auch die Riesentaube Notou. In den Höhlen versteckt sich die Rousette Roux. Im April darf die bedrohte Fledermausart – ganz legal – gejagt werden, um Le Bougna  vorzubereiten. Fürs Festtagsgericht werden Fisch und Fleisch mit Kokosmilch übergossen und gemeinsam mit Taro-, Yam- und Maniokwurzeln, in Bananenblätter gewickelt, auf heißen Steinen über Stunden hinweg in einer Grube gegart.

Das Museum zur Stadtgeschichte in Nouméa. Foto: Hilke Maunder

Am nächsten Tag geht es von Neukaledoniens Hauptstadt Nouméa in den Westen von Grande Terre. Einsam wird das Land, und zunehmend trockener. In diesem weiten Busch, den die Locals „brousse“ nenne, liegt die Heimat der „stations“, riesiger Viehfarmen. „Broussards“ und „stockmen“ , neukaledonische Cowboys, züchten dort Brahmousin-Rinder. Gekreuzt aus Brahman & Limousin-Vieh, weiden sie auf weiten Steppen, die in der Ferne an ausgemergelten Bergen enden.

Brahmousin-Rinder, gekreuzt aus Brahman- und Limousin-Rindern, weiden im Westen von Grande Terre. Foto: Hilke Maunder

Weniger als 1500 mm Regen fallen im wilden Westen pro Jahr, und damit deutlich weniger als an der Ostküste, wo sich die Passatwinde an der zentralen Bergscheide der neukaledonischen Hauptinsel abregnen und die Yams-Felder der Kanake bewässern. Flammenbäume leuchten feuerrot vor dem dunklen Fels, Blackwood und Araukarien, Opuntien und scharfes Gras bedecken das Land.

Die Westküste von Grande Terre bei Bourail. Foto: Hilke Maunder

Am Naturschutzgebiet Domaine de Deva halten wir und folgen dem 5,5 km langen Rundweg Sentier du Oua Koué. Durch den Trockenwald von Gouaro, der mit 38 Vogel, elf Echsen- und 58 Schmetterlingsarten eine überraschend reiche Fauna im arg trockenem Gestrüpp birgt, steigen wir einen kleinen Hügel hinauf.

Schatten ist rar, heiß sticht die tropische Sonne vom blauen Himmel. In der Ferne ballen sich ein paar dicke Wolken über der zentralen Bergscheide von Grande Terre.

Wanderland: die Domaine de Deva an der Westküste von Grande Terre. Foto: Hilke Maunder

Doch an der Küste ist der Blick noch weit und klar, und der Aufstieg auf Saumpfaden und Treppenwegen fast geschafft. Oben angekommen, sind wir sprachlos vom Anblick.

Vor uns liegt die Korallenküste von Neukaledoniens Lagune. Mal türkisblau, dann gesprenkelt mit Korallen, an der Riffkante weiß schäumend, schließlich tiefblau bis an den Horizont, so liegt sie uns zu Füßen.

Die Korallenküste von Neukaledonien bei Bourail. Foto: Hilke Maunder

24.000 Quadratmeter bringt sie auf die Landkarte: Weltrekord! Das mit 1.600 km zweitgrößte Barriereriff der Welt trennt sie von der Tiefsee.

Mitten im flachen Türkis paddeln unzählige schwarze Punkte: Meeresschildkröten, die zum Atmen kurz auftauchen.Auf Inseln wie Lifou, Maré und Ouvéa kommen sie zur Eiablage ans Land.

Die weltgrößte Lagune umgibt Neukaledoniens Inseln. Foto: Hilke MaunderWie Postkarten, die wahr geworden sind, präsentieren sich die Loyalitätsinseln.
Direkt an der Inselhauptstraße verkauft dieser Bäcker Holzofenbrote. Foto: Hilke Maunder

Auf Ouvéa säumen 27 km strahlend weißer Sand die Plage Mouli. Steil stürzen sich die 46 m hohen Felsen von Lékiny ins badewarme Türkisblau. Direkt am Straßenrand bäckt ein Kanake köstliches Brot im Holzofen. Jeanne hockt auf der Erde und flicht aus Palmenwedeln einen Behälter für einen alten Brauch.

„Als Zeichen des Respekts bringen wir bei einem Besuch nicht Blumen mit, sondern verschenken Geld – eingewickelt in bunten Stock oder versteckt in solch einer Deko. ‚Faire la coutume’ heißt das bei uns Kanaken“, sagt Jeanne und springt auf, als ihr Handy klingelt.

Jeanne flicht aus Palmwedeln Dekobehälter für den Brauch „faire la coutume“. Foto: Hilke Maunder

Trotz des karstigen Bodens und des fehlenden Humus ist die Insel von einem dichten Grün gezogen. Wo kein Dschungel das Land erobert hat, wachsen Kokospalmen auf riesigen Plantagen. Aus dem Kernfleisch der Kokosnüsse (= Kobra) wird Kokosöl gewonnen. Das wandert als Speiseöl nicht nur in den internationalen Export, sondern auch in die Seifenherstellung. Und sogar ins Auto: Ouvéa testet Kokosöl als Kraftstoff!

Was für tolle Ausblicke auf das Korallenmeer bietet der Flug von Nouméa zur Île des Pins. Foto: Hilke Maunder

Das weithin sichtbare Wahrzeichen der Île des Pins sind die „pins colonnaires“, schnurgerade Kiefern, aus denen einst die Masten der Segler gefertigt wurden. Tiefgrün rahmen sie die „piscine naturelle“ ein.

Im Süden der Baie d’Oro haben Felsen einen Wasserlauf vom Meer abgeriegelt und in einen flachen Badepool verwandeln, in dem sich kunterbunte Tropenfische tummeln: Pflichtstopp für fast alle Besucher der Insel, die mit Selfiestick und Go Pro am Naturpool anrücken.

Cook-Kiefern rahmen die „piscine naturelle“ der Île des Pins ein. Foto: Hilke Maunder

Ruhiger geht es bei den Attraktionen unterhalb der Erde zu: Tropfsteinhütten wie der Teufelsgrotte, die die Erosion im Karst der Insel geschaffen hatten. Geradezu gespenstisch still ist es bei Le Bagne.

Zu zehn hausten dort Frankreichs Deportierte in den engen, vergitterten Zellen. Wegen Überfüllung wurden die Häftlinge auch draußen in Ketten zur Nacht an ihren Kerker gefesselt. Tagsüber mussten sie in sengender Hitze Steine brechen. 1909 wurde das Gefängnis aufgegeben.

Hölle auf Erden: „le bagne“ – der Knast der Deportierten auf der Île des Pins.

Seitdem hat die Natur die Hölle im Paradies zurückerobert. Doch bedrückend ist der Besuch bis heute. Auch 240 Pariser Kommunarden starben in der Verbannung – auf dem Cimetière des Déportée der Île des Pins wurden sie bestattet.

Ihre Insel als Verbannungsort? Die einheimischen Kanaken waren wenig begeistert, unterlagen aber bei den Verhandlungen mit Frankreich.

Heute ist Hilanion Vendegou, als Grand Chef Oberhäuptling der 2000 Kanaken der acht Kunie-Stämme der Insel, darauf bedacht, Identität und Autonomie der Kanaken zu wahren.

Den Eingang zu seinem Wohnhaus zieren Wächterfiguren, wie sie auch das kanakische Kulturzentrum Tjibaou in Nouméa schmücken.

Die typischen „cases“ der Kanaken sind im Tjibaou-Kulturzentrum von Nouméa ausgestellt. Foto: Hilke Maunder

Als Vorbild für seinen spektakulären Bau, der traditionelle Formen mit bahnbrechender Technologie verschmilzt, wählte Renzo Piano die traditionellen „cases“ der Kanaken.

Die Rundhütten aus Holz und Palmwedeln unterscheiden sich zwar lokal in der Höhe ihrer Dächer, doch die Bauart ist stets ähnlich. Der Italiener inszenierte sie als „cases modernes sur une rêve d’avenir“, moderne Rundhütten, die dem Zukunftstraum der Urbevölkerung Gestalt geben.

Das Kulturzentrum der Kanaken in Nouméa verschmilzt bereits in der Architekturt Erbe und Zukunft. Foto: Hilke Maunder

Die Verbindung von Alt und Neu schaffen die Materialien. Das Holz steht für die Vergangenheit, der Stahl für die Zukunft und die Moderne. Geholt wurde das Holz aus Ghana, da dort Bäume ähnliche Eigenschaften wie die neukaledonischen Houp besaßen.

Im Elsass wurde alles vorgefertigt, dann nach Nouméa verschifft und aufgebaut. Die höchste „case“ erhebt sich 28 Meter hoch im Kulturzentrum – und ist damit Symbol für die 28 Sprachen der Kanaken.

Im Tjibaou-Kulturzentrum der Kanaken werden in einer „case“ aus andere indigene Kulturen des Pazifiks vorgestellt. Foto: Hilke Maunder

Wie einst werden alle Ausstellungs-Hütten natürlich durch den Wind gekühlt. Hinzu kommt ein Außengelände. Ein Lehrpfad – der „Chemin Kanak – stellt mit fünf Stationen den Lebensraum und die Arbeitswelt der Kanaken, ihr Denken und Fühlen vor. Dass sie an die Wiedergeburt glauben, verrät die fünfte Station.

Sechs Milliarden französische Franc, nicht ganz eine Milliarde Euro, spendierte Frankreich für das Kulturzentrum. Die Hauptstadt stellte kostenlos das Land auf der Tina-Halbinsel bereit. 1989, fünf Jahre nach dem Höhepunkt des Bürgerkrieges, wollte der Staat Zeichen setzen.

Im Tjibaou-Kulturzentrum führen ausschließlich indigene Guides wie Marie-Françoise, genannt „Tika“. Foto: Hilke Maunder

Ein „sorry“, wie Kevid Rudd es in Australien gegenüber den traditionellen Landbesitzern aussprach, steht noch aus. Die Geschichte wird erst langsam aufgearbeitet. In Kunst, Literatur und Musik, Foto und neuen Kunstformen. Und bei der Pflege des Kulturerbes, das reicher ist, als ein schneller Blick auf Nouméa vermuten lässt.

Ehrenamtliche der Association Témoignage d’un Passé haben seit 2009 das Erbe der Kolonialzeit restauriert und zu einer wichtigen Sehenswürdigkeit der neukaledonischen Hauptstadt gemacht.

Die Küche von Neukaledonien, gesund und lecker neu interpretiert: Kostet sie im L’Arlequin, das in Nouméa in einem alten Kolonialhaus euch verwöhnt. Foto: Hilke Maunder

57 Zeugnisse der Kolonialarchitektur verbindet der vier Kilometer lange Parcours du Faubourg durch die Faubourg Blanchot. Die imposante Maison Celières verwandelten die Freiwilligen in ein Literaturhaus, das auf Begegnung, Austausch und Dialog setzt.

Das sind auch die Ziele des Château Hagen, das 1889-1892 im Herzen eines großen, exotischen Gartens als repräsentativer Herrensitz angelegt wurde. Heute lädt es ein, die Kultur Neukaledoniens zu entdecken. Im Programm: Ausstellungen zum Arbeitsleben von einst, das der Kaffeeanbau prägte, aktuelles Kunstschaffen der Kanaken, Konzerte und Festivals wie Les Chemins Sonores.

Château Hagen in Nouméa. Foto: Hilke Maunder

Hinter dem Herrenhaus versteckt sich das älteste Haus der Hauptstadt. Die Maison Taragnat (1858) von Pierre Canel (1822-1890), der als einer der ersten Kolonisten nach Neukaledonien kam, ist ein einfacher, schlichter Bau aus Feldsteinen mit kleiner Veranda und großem Dach. Damals hieß das Städtchen noch Port-de-France. Da dies immer wieder zu Verwechslungen führte mit Fort-de-France, Hauptstadt von Martinique, wurde 1866 der Name in Nouméa geändert.

Das älteste Haus von Nouméa. Foto: Hilke Maunder

Seine gute Stube ist die Place des Cocotiers. Der rechteckige Stadtplatz, exakt 400 x 100 m groß, komponierte Stadtplaner Coffyn aus vier Plätzen. Er hatte die gesamte Stadt einst in 100 x 100 m großen Rasterblöcke aufgeteilt. Heute ist Nouméa längst über die alte Stadt hinausgewachsen, hat Hügel und Buchten erobert – und ist doch sich treu geblieben.

Die Place Feillet im Herzen von Nouméa. Foto: Hilke Maunder

Immer außer montags trifft sich „tout Nouméa“ in den Markthallen an der Baie de la Moselle. Frühmorgens um sechs gibt es dort die besten Schnäppchen, wissen die Einheimischen. Sie treffen sich nach dem Einkauf zum ersten Glas Wein an der Buvette du Marché. Das ist ein Muss. Und macht Neukaledonien, quer durch all seine Kulturen, durch und durch französisch.

Die Bar der Markthalle von Nouméa: Hier trifft man sich nach dem Einkauf! Foto: Hilke Maunder

Neukaledonien: Info

Hinkommen

Neukaledoniens internationaler Carrier Aircalin bedient von Nouméa-La Tontouta (NOU) aus mit einer Airbus-Flotte elf internationale Destinationen im Pazifik: Japan (Tokio, Osaka), Australien (Sydney, Brisbane, Melbourne), Neuseeland (Auckland), Französisch-Polynesien (Papeete), Fidschi (Nadi) Vanuatu (Port Vila) und Wallis & Futuna

Acht bis neun Mal pro Woche verbindet Aircalin im Codeshare mit Air France/KLM, Lufthansa und Finnair Europa mit dem Archipel.

Weiterkommen

Auto

Das Straßennetz ist überraschend gut ausgebaut. Auf der Hauptinsel Grande-Terre gibt es  vier Territorialstraßen (frz. routes territoriales, RT) und „voies express“, mehrspurige Schnellstraßen. Die Straßen im Inselinnern sind meist unversiegelt.

Flieger

Vom Inlandsflughafen Nouméa-Magenta fliegt Air Calédonie (www.air-caledonie.nc) mit ATR 72-600-Propellermaschinen nach Lifou, Tiga, Maré, Île-des-Pins, Bélep sowie in den Norden von Grande-Terre. Air Loyauté (www.air-loyaute.nc) schwebt mit der DHC6-400 zu den Loyalitätsinseln.

Schiff

Die Gare Maritime ist mit mehr als 200 Ankünften im Jahr bei Kreuzfahrern sehr beliebt; http://noumeaport.nc. Auch Lifou, Maré und die Île des Pins sind Kreuzfahrtsziele.

Fähren

Von der Gare Maritime des Îles schippert Betico mit Schnellkatamaranen zur Île des Pins und den Îles Loyauté, vor allem nach Lifou, Maré und Ouvéa.

Die Wasservillen von L’Escapade auf dem Îlot Maître. Foto: Hilke Maunder

Schlafen

Auf Neukaledonien dominieren Resorts, Hotels und Motels internationaler Ketten; Boutiquehotels sind (noch) nicht vorhandeln. Hinzu kommen rund 50 Farmstay-Angebote.

Noch im Aufbau der Aufenthalt bei den indigenen Einheimischen. Beim „séjour en tribus“ wird in einfachen Gemeinschaftsunterkünften übernachtet, auch die Sanitärräume werden oft geteilt, Warmwasser ist nicht Standard. Beim Camping dominieren einfache, naturnahe Plätze.

Auch lokales Bier wird in Neukaledonien gebraut. Foto: Hilke Maunder

Schlemmen

40 Prozent der Produkte werden lokal erzeugt, der Rest kommt aus Frankreich, Australien und Neuseeland. Grundnahrungsmittel der Kanaken sind stärkehaltige Wurzeln wie Yams, Taro und Maniok, die nicht nur die Küche, sondern auch Kultur und Brauchtum prägen.

An Land sind Rousette (Fledermaus) und Hirsch kulinarische Spezialitäten, aus der Lagune kommen Fische und Krustentiere wie Langusten, Krevetten und Krebsarten.

Fisch oder Fleisch gleichermaßen wandern in das Traditionsgericht Le Bougna, das im Erdofen gart. Vor Ort werden Lager und Ale gebraut; Weine und Spirituosen importiert. Der Alkoholverkauf ist eingeschränkt.

Informieren

Neukaledonien-Tourismus, https://neukaledonien.world, www.facebook.com/TourismusNeukaledonien

Dieser Beitrag ist in Heft X / 2019 des Ländermagazins „360° Australien“ erschienen.

Edmond nimmt euch im Auslegerkanu mit zu eiem Törn durch die Baie d’Upi. Die türkisblaue Bucht mit ihren Fabelfelsen findet ihr auf der Île des Pins. Foto: Hilke Maunder

 

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