2008DänemarkEuropa

City-Break in Aalborg: Lebenslust am Limfjord

Es muss nicht immer London, Paris oder New York sein. Um ein paar Tage lang eine Stadt mit Flair zu entdecken, genügt es, den Koffer zu packen und nach Aalborg zu reisen. Nordjütlands Hauptstadt hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einer quicklebendige Metropole gewandelt, die vor Lebenslust brummt.

Für den ersten Überblick geht es auf den dreibeinigen Aalborgtornet im Mølleparken, der für die Industrieausstellung 1932 aus Stahl erbaut wurde. Der Blick aus dem gemütlichen Café in 105 m Höhe zeigt eine Metropole im Umbruch: Die alte Hafen- und Handelsstadt am südlichen Ufer des Limfjords, der hier eher einem Fluss gleicht, steckt mitten in der Revitalisierung ehemaliger Hafengebiete. An der Vestre Havnegade haben bereits attraktive Eigentumswohnungen mit Fjordblick die alten Industrie- und Gewerbeflächen erobert, am citynahen Strandvejen hat Michael Christiansen mit dem „Rosdahl“ ein Mekka für Feinschmecker geschaffen – mit Markthalle, Weinhandlung und Gourmetrestaurant.

Fest am Kai vertäut liegt hier auch der 50 Jahre alte Eisbrecher „Elbjørn“. Bei Sonne schmeckt ein Heringsteller an Deck, bei Schlechtwetter die jütländische Küche im Maschinenraum. Ein Deck höher hat Lars Jeppesen Dänemarks größte Aquavitbar einrichtet. Die Kommandobrücke nutzt Rikke Precht als Glasbläserstudio. Zu ihren Kundinnen gehört auch Königin Margrethe II. – sie erstand hier eine Schale in Meeresfarben, blaugrün wie der Sund. Als jüngstes Architekturjuwel am Hafenrand entsteht bis 2008 auf einem alten Kraftwerksgelände am Enghavevej die von Coop Himmelb(l)au gestaltete Konzertbühne Musikkens Hus.

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