2010AmerikaUSA

Der Ruf der Wildnis: unterwegs in Alaska

Drei Meilen vor der Hafenstadt Anchorage beginnt Amerikas letzte Wildnis: Alaska – gigantische Berge, tiefdunkle Wälder, glitzernde Flüsse und eisige Gletscher bis zum Horizont.

„Großes, weißes Land“ nannten die Indianer ihre Heimat, „alyeska“, und auch in Anchorage, wo mit 280 000 Menschen mehr als die Hälfte der Einwohner des größten amerikanischen Bundesstaates leben, endet die Zivilisation bereits wenige Kilometer außerhalb der Stadt- grenzen. Dann verengt sich der zuvor gut ausgebaute Highway zum zweispurigen, brüchigen Asphaltband. Mit jedem Kilometer nimmt die Feldstärke des Handys ab, wird die Stimme aus dem Radio krächzender.

Dann Stille. Einsamkeit. Nebelschwaden tanzen um namenlose Berge, mit lautem Krachen kalbt ein Gletscher in einen grünblauen See. Stundenlang säumen solchen Szenerien die schnurgerade Fahrt. Dann bahnen sich Sonnenstrahlen durch die Symphonie in Grau, Weiß und Grün, und ein Berg türmt sich wuchtig, weiß und erhaben aus dem Land: der Mount McKinley. „Denali“, den Großen, nannten die Indianer den mit 6.194 Metern höchsten Berg Nordamerikas.

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