2010Baden-WürttembergDeutschland

Hin und weg: Kultobjekt Kuckucksuhr

Herr de Geus mit einer Kuckucksuhr von 1640

Sie sind der Exportschlager unter den Souvenirs, gelten als Paradebeispiel spießbürgerlichen Schicks – und sind jetzt hip. „Das ironische Spiel mit ästhetischen Symbolen des Kleinbürgertums liegt im aktuellen Trend“, sagt Dr. Christian Wenger von GIM Marketingforschung und InnovationsmanagementThomas Drubba vom Hofgut Sternen kann nur bestätigend nicken.

Kuckucksuhr zum Anschauen…

Der Hotelier hat auf einer alten Hofstelle im Höllental, deren Gastfreundschaft bereits Marie Antoinette, Napoleon III. und Johann Wolfgang von Goethe schätzen, ein Erlebniskonzept umgesetzt, das Schwarzwald-Romantik mit traditionellem Handwerk paart. Dazu gehören neben einem gemütlichen Best Western-Hotel mit regionaler Gastronomie auch eine Glasbläserei und das historische Kuckucksuhrenhaus mit seiner riesigen Kuckucksuhr auf der Fassade.

Alle 30 Minuten öffnet der Kuckuck sein Giebelfenster zum Ruf, und vier handgeschnitzte Trachtenfiguren drehen sich zu den Klängen der „Schwarzwald-Polka“ und der „Mühle im Schwarzwald“ im Takt – einige Gäste tanzen spontan auf der Wiese mit.

….und Kuckucksuhr zum Mitnehmen

Die Uhr fürs eigene Heim offeriert ein Pächter im Innern des einstigen Wirtschaftsgebäudes: 450 Modelle – von preiswerten Plastikkuckucksuhren für 100 Euro bis zu handgeschnitzte Liebhaberobjekte aus Lindenholz für mehr als 4000 Euro. 40.000 Stück wandern jährlich über den Ladentisch.

Für Traditionalisten gibt es dunkelbraun lasierte Uhren mit waidmännischem Schnitzwerk, für Technikfreaks Uhren mit Solarbetrieb, für Naturliebhaber Schwarzwaldhäuser mit echtem Wasser, für Bayernfans ein Hofbräuhaus mit Kuckucksruf – und für die stylischen Wohnzimmer junger Trendsetter gibt es zur Traditionsuhr in Pink, Weiß, Grün oder Schwarz sogar ein eigenes Tuning-Set – ein röhrender Hirsch.

Info

Best Western Hofgut Sternen, Höllsteig 76, 79874 Breitnau/Höllsteig, Tel. 076 52/90 11 94 (Geschäft), www.drubba.com

Der Beitrag ist in der Reihe „Hin und weg“ im Rheinischen Merkur erschienen.

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