2015AsienTürkei

Blaue Reise: Segelträume in der Ägäis

Zwischen Bodrum und Marmaris boomt der türkische Jachttourismus. Das Inselhüpfen, das ein Intellektueller vor rund 50 Jahren in der Verbannung erfand, boomt heute als „Blaue Reise“. Und lockt auch Milliardäre an, die sich dafür Megajachten der Superlative bauen lassen.

Weiße Häuser, geschmückt von lila leuchtende Bougainvillea, überragt von der mächtigen Kreuzritterkastell St. Peter: Bodrum. Als Halikarnassos in der Antike Hauptstadt des karischen Herrschers Mausolos, ist die Hafenstadt auf der gleichnamigen Halbinsel heute In-Treff der türkischen High Society.

Wahrzeichen Bodrums sind neben der Burg Windmühlen – besonders viele stehen in Yalıkavak. Zusammen mit Tilkicik, Pascha und Ağaçbaşı zählt Yalıkavak zu den besten Badebuchten der Halbinsel. An ihrer Südspitze versteckt sich Akyarlar, ein malerischer Miniort mit Burg und Paradeblick über die Ägäis bis nach Kos. Ebenfalls sehr lecker: die Fischtavernen, die in Gümüşlük, dem antiken Hafen von König Mausolos, direkt am Meer liegen.

Etwas abseits, am rechten Ende des Strandes, hockt die schönste Meyhane – Türkisch für Taverne– über den Wellen: Gümüscafe (www.gumuscafe.com). Windsurfer zieht es nach Gümbet, Bitez, Güvercinlik und Ortakent, wo der Meltemi konstant bläst – wie der Ritt auf den Wellen perfekt gelingt, verrät die türkische Meisterin Lena Aylin Erdil und Sechste der PWA World Tour beim VIP Windsurf Center (www.ortakentwindsurf.com).

Wenn am endlos blauen Himmel der Abend anbricht und die Festung im letzten Licht leuchtet, beginnt an der palmengesäumten Hafenpromenade das Nachtleben. Im Marina Yacht Club (www.marinayachtclub.com) steuern Yachties in Designerjeans für jeden Drink eine andere Bar an. Schön für einen Sundowner ist auch das Küba (www.kubabar.com) mit Blick auf Kastell und Karada Marina – wer zum Essen bleibt, kann unter Maulbeerbäumen und Akazien mediterrane Küche und Meeresfrüchte genießen – und danach in den Morgen rocken. Oder durch die Cumhuriyet Caddesi, der Bar Street von Bodrum, bummeln – zum Aufwärmen für eine lange Nacht auf dem Dancefloor.

Vor Mitternacht läuft in den Megadiscos nichts. Doch danach schießt das „Halikarnas“ (www.halikarnas.com.tr) Laserblitze in den Nachthimmel, dreht sich im „Fink“ ein riesiger Kronleuchter über tausend Tänzern, hämmern im „Hadigari“ die Beats. Heidi Klum und Hollywoodstars wie Tom Hanks zieht es nach Türkbükü, wo die Reichen unter sich bleiben und in noblen Clubs wie Maki 29 (www.makihotel.com.tr) oder Flavio Briatores „Billionaire Club“ (www.billionairelife.com/eng/il_club/bodrum) an der Palmali Marina zu coolen Klängen chillen. Nachts um halb eins legt der „Club Catamaran“ (www.clubcatamaran.com), Europas größtes Partyschiff, zum Discotörn mit DJ Gielen ab – Zapfenstreich ist erst früh morgens um sechs.

Dann stehen andere schon wieder längst auf den Planken ihres „Gulet“, eines türkischen Holzseglers, und kreuzen im ersten Licht des neuen Tages vor der 174 km langen Küstenlinie mit ihren 32 Inseln Halbinseln, Buchten und Kaps.

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