1994AmerikaUSA

Hawaii: zwischen Hula und Hightech

„Die lieblichste Flotte von Insel, die jemals in einem Ozean vor Anker ging,“ schrieb Mark Twain über die Hawaii-Inseln, auf denen er 1866 mehrere Monate lang als Reporter arbeitete. Obwohl sich der 50. Bundesstaat der USA mit inzwischen mehr als sieben Millionen Besuchern jährlich zum beliebtesten Ferienziel im Pazifik entwickelt hat, konnte er seine natürliche Schönheit bewahren…“

Das Lob des Reiseführers noch im Kopf, reibe ich mir nach mehr als 17 Stunden Flug erstaunt die Augen: Schwarzgraue Regenwolken kleben an den zackig grünen Berghängen, ein Regenbogen überspannt die Hochhäuser aus Glas und Stahl. Unter mir: Ölbunker, Raffinerien, Container. – Der Anflug auf Honolulu läßt meine Träumereien vom Südseeparadies Hawaii wie eine Seifenblase zerplatzen.

Am Flughafen verteilt James „Bernie“ Bernholz seine Visitenkarten. „One shot, one kill,“ wirbt der Sergeant darauf für seinen privaten Sicherheitsdienst, lukrativer als der Lohn bei der US Army.

Wenige Meter weiter begrüßen zierliche Polynesierinnen in grünen Baströcken eine Reisegruppe. Die vollschlanken, nicht immer ganz jungen Südsee-Schönheiten recken sich bis auf die Zehenspitzen, um die gelben Blumenketten den groß gewachsenen Gästen aus Europa, Japan und vom Festland der USA umzulegen, die ihre Hälse erwartungsvoll entgegenstrecken. „Aloha“, wünschen sie, willkommen auf Hawaii.

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