2017AustralienWestern Australia

Kreuz und quer durch den Kimberley

Bizarre Bergketten in tiefem Rotbraun, zerklüftete Felsschluchten, unterirdische Flüsse, horizontale Wasserfälle, weite Steppen mit bauchigen Boab-Bäumen, tropischer Palmenwald und einsame Sandstrände, gesäumt von azurblauem Badewasser: Die Kimberley-Region im Nordwestzipfel des Kontinents ist Bilderbuch-Outback in XXL, groß wie Deutschland und Österreich gemeinsam.

Fast die Hälfte seiner Bewohner sind Aborigines. So wie Neville Poelina vom Stamm der Nyikina, der in Kimberley geboren wurde, dort aufwuchs und heute mit Uptuyu sein tiefes Wissen der Region weitergibt. Der Name seiner Firma ist dabei Programm: Alle Tages- und Mehrtagestouren sind individuell zugeschnitten, eben „up to you“. Zu jedem Strauch, zu jedem Baum kennt Neville spannende Geschichten.

Beim Bushwalk verrät er, welche Blätter als Schleifpapier für Bumerangs taugen, die aus dem Holz der Stringbark geschnitzt werden. Aus dem Bast des Papierrindenbaums werden „Dilly Bags“ geflochten, praktische Beutel und Taschen.

Beim kleinen Hunger genügt ein Griff in verrottete Baumstümpfe, wo fetten Maden leben – mit abgezwacktem Kopf ein Powerriegel voller Eiweiß. Ihren Vitaminbedarf decken die Aborigines mit grünen Ameisen, bei Entzündungen hilft Rindensaft.

Neville Poelina zeigt in den Kimberley, wie dort die Aborigines fischen. Foto: Tourism Western Australia.

Die Landschaft, die Fremde als Wüste wahrnehmen, ist für sein Volk Supermarkt und Apotheke zugleich. Für die Jagd besitzen die Aborigines ein umfangreiches Waffenarsenal: Bumerangs und Speere unterschiedlichster Ausstattung. Garnelen werden mit Netzen aus den Billabongs gezogen.

Doch jetzt sind die Gäste dran: erst fischen, dann Feuer machen. Gemeinsam wird der frische Fang im Schein des Lagerfeuers genossen. Und dann beginnt Neville zu erzählen. Uralte Geschichte, seit Jahrtausenden tradiert, von Tieren und Pflanzen, der Jagd, dem Leben im Stamm und der Schöpfungsgeschichte, der Traumzeit.

Übernachtet wird in Udialla Springs im rustikalen Oongkalkada Wilderness Camp direkt am Fitzroy River mit seinen Badestellen und leckeren Barramundi-Fischen.

Sunset an den Pindan cliffs von Cape Leveque. Foto: Hilke Maunder

Das Farben-Feuer der Pindan Cliffs

An der Spitze der Dampier-Halbinsel versteckt sich Kooljaman, das luxuriöse Wildniscamp der Bardi am Cap Leveque. Aus Safari-Zelten auf Stelzen, Blockhäusern und Strandhütten schweift der Blick über eine atemberaubende Küste – vom Western Beach mit seinen Badenden und Anglern am hellweißen Sandstrand hin zu den Klippen des Eastern Beach. „Pindan“ nennen die Bardi rote Erde, die ihre Heimat prägt.

Als Pindan Cliffs wurden auch die Felsklippen des Oststrandes von Kooljaman am Cape Leveque berühmt. Ihr Sandstein ist so porös, dass er sich zwischen den Fingern zerreiben lässt. Wind und Wasser haben faszinierenden Formen in die Steilküste gewaschen. Allabendlich trifft man sich hier mit Esky und Klappstuhl zu einem spektakulären Sundowner. Für wenige Minuten inszeniert die untergehende Sonne ein Feuerwerk der Farben.

Sunset celebrations am Eastern Beach von Cape Leveque. Foto: Hilke Maunder

Erst orange, dann leuchtend rot, dann lila, rostbraun glühen die Felsen. Dann sind sie tiefschwarz, ein Scherenschnitt vor dem letzen Blau des Himmels, an dem Tausende Sterne funkeln.

Jagen wie die Ureinwohner

Kooljaman ist 100 Prozent im Besitz der Bardi-Kommunen Djarindjin und Ardyaloon (One Arm Point), die mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Wildniscamp einen nachhaltigen indigenen Tourismus in der Region fördern will. Zu den Pionieren im sanften Tourismus gehört auch der Bardi-Elder Brian Lee.

Am Hunters Creek hat der indigene Gründer und Guide von Tagalong Tours hinter den Mangroven bereits seine Speere versteckt. „Wir jagen nicht nur mit einem Speer, sondern mit mehreren. Hier habe ich einen Fischspeer,  einen für Kängurus und Wallabys, einen für Kaninchen und andere kleine Tiere, und natürlich auch einen zum Töten, der große Wunde reißt – das Opfer blutet dann sehr stark.“

Spricht’s und zeigt mir einen Speer, aus dessen Spitze lauter scharfe Zacken ragen. Andere Speerspitzen weisen kunstvoll geschnitzte Zacken oder Widerhaken auf; manche Spitzen sind nicht aus Holz, sondern aus scharf geschliffenem Stein. Manche Speere sind kurz, andere lange. Manche wirft Brian mit der Hand, andere mit einer Wurfschleuder – dann erreicht sein Geschoss Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern in der Stunde.

Den Speer richtig zu werfen ist schwerer, als es aussieht…
Foto: Hilke Maunder

„Und jetzt bist Du dran!“ Den Speer angefasst, über den Kopf geführt, dann nach hinten und losgeschleudert. Nach höchstens zehn Metern landet er flach im Sand. Seh’ ich da ein Grinsen bei Brian? „Die Wurfkraft holst Du aus der Körperspannung Deiner letzten drei Schritte“, erklärt er mir und legt seine Hand auf meine.

„Wenn Du den Speer so hältst, kann er ausbrechen. Nimmt ihn lieber in den Zangengriff.“ Zeige- und Mittelfinger halten den Kontakt zum Griff, der Daumen stabilisiert ihn seitlich. Links, links, rechts, links, und geworfen. Das waren doch jetzt bestimmt elf Meter!

Mud Crabbing in den Mangroven

Durch den gegenseitigen Austausch Verständnis für die jeweils andere Kultur zu wecken: Dieses Anliegen verfolgt Brian auch beim Mud Crabbing. Sein Revier sind das Wurzellabyrinth der Mangroven und die Priele am King Sound, die bei Niedrigwasser die weite Bucht durchziehen. In Schlammlöchern warten die delikaten, bis zu drei Kilogramm schweren Riesen-Krebse auf die Rückkehr der Flut.

Brian Lee fängt in den Mangroven des Cape Leveque delikate Mud Crabs.

Immer wieder sticht Brian mit seiner langen Eisenstange suchend in den Schlick, bis er plötzlich mit dem Haken an ihrem Ende Hinterbeine hervorhebelt, zupackt und das Meerestier herauszieht, mit sicherem Abstand zu den vorderen Scheren – ihre Kraft kann Arme brechen. Mit Treibholz und trockenem Dünengras ist schnell ein Feuer entfacht.

Brian legt die Krebstiere in die Glut, bis ihre Panzer orangerot leuchten. Mit einem Messer bricht er die harte Schale auf. Innen ist das Fleisch fest und aromatisch, mitunter etwas faserig und im Geschmack ausdrucksstärker als Hummer & Co. – einfach köstlich!

Das Freibeuter-Archipel vor der Kimberley-Küste. Foto: Hilke Maunder

Der Archipel der Freibeuter

In eine staubige rote Wolke getaucht, hebt unser kleiner Flieger am nächsten Morgen vom sandigen Flugfeld ab. Wie marmoriert wirkt die Landschaft: Türkis, Tiefblau, Grün, Weiß und Gelb, immer neu erfindet sich die Kimberley-Küste im Spiel der Tiden. Dann taucht das Buccaneer Archipelago am Horizont auf. Freibeuter-Archipel – schon der Name lässt träumen.

Als meist kleine, felsige und karg begrünte Eilande liegen seine 800 bis 1000 Inseln östlich von Cape Leveque bis zur Collier Bay vor der Nordküste Westaustraliens. Seegrasbetten und Korallenriffe umgeben sie, Mangroven säumen mitunter ihre Gestade, selten auch Regenwald.

Ihren Namen verdanken sie dem Engländer William Dampier, der den Archipel am 15. Januar 1688 entdeckte. 200 Jahre später wurde die Inselwelt für die Perlenfischer bedeutsam, und bis heute wird in wenigen Buchten noch die Perlenzucht  betrieben.

Die Horizontal Falls der Talbot Bay aus der Luft. Foto: Hilke Maunder

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Eisenerzvorkommen entdeckt; BHP holt es bis heute auf Koolan Island und Cockatoo Island aus den Minen Dennoch sind die Inseln bis heute so abgeschieden, dass sie für Tim Winton die perfekte Kulisse abgaben für seinen großen Roman: Dirt Music.

Langsam verlieren wir an Höhe. Im türkis-trüben Wasser der Talbot Bay lande ich. Haie umkreisen die Kufen des Wasserflugzeuges. Nicht nur einige wenige, sondern Dutzende. Ob sie von der Küche im hinteren Teil der Plattform angefüttert werden?

Unerschrockene dürfen auf der Ausflugsplattform in der Wildnis im kleinen Pool baden, nur durch grobmaschiges Gitter von den Raubfischen getrennt. Da steigert sich das Klicken der Kameras zum Crescendo.

So richtig vertraut habe ich dem dünnen Drahtgitter nicht beim Tauchen… Foto: Hilke Maunder

Horizontale Wasserfälle

An Deck brutzeln Barramundi-Filets auf dem Grill. Wer satt ist, steigt ins Speed-Boot. Über spiegelglatte Flute saust es zur  Felspassage der Horizontal Falls und durchquert die „liegenden Wasserfälle“ in hohem Tempo, um ihrem Sog zu widerstehen. Besonders eindrucksvoll ist das Naturspektakel bei den Springtiden im Frühjahr und Herbst.

Dann bauen sich die Horizontal Falls tatsächlich zu einem horizontalen Wasserfall von bis zu fünf Meter Höhe auf. Bei meinem Besuch verrieten sie indes, was sie wirklich waren: schmale Abflüsse von Seitenbuchten der Talbot Bay. Durch den Tidenhub der Gezeiten entstehen dort Ausgleichsströmungen, die  als riesige Wassermassen durch zwei enge Barrieren aus rotem Fels drücken.

Mit hochmotorisierten Schlauchbooten saust ihr durch die Felsspalter – und lasst euch von den Wasserwirbeln durchschütteln. Foto: Hilke Maunder

Zurück nach Broome – und mit dem Allradwagen auf der Gibb River Road tiefer hinein in die Kimberleys! Die historische „beef route“, die die großen Viehfarmen der Kimberleys verband, ist nur auf den ersten 74 Kilometern asphaltiert.

Danach ist die Alternative zum Highway eine echte Waschbrettpiste, mal steinig, mal sandig – und in der Regenzeit von November bis April gesperrt. Ich senke den Reifendruck, sperre die Freilaufnaben, und dann geht’s ab auf die corrugated road, hin zur Windjana Gorge.

Fische im Fels

505 km östlich von Broome hat der Lennard River diese Schlucht in die Napier Range gegraben. Fast 100 m hoch ragen die Felswände auf. Pilze haben den Kalkstein schwarz gefärbt, Eisenoxyd den Fels tiefrot. Unter Überhängen zeigen Fossilien Abdrücke von Fischen: Vor 250 Millionen Jahren war dies alles hier ein tropisches Korallenriff.

Jetzt lagern, säuberlich aufgereiht, ein halbes Dutzend “freshies“, Süßwasserkrokodile, am schlammigen Ufer. Dass sie Fische den Menschen vorziehen, verrät drei Stunden später Bill Aiken bei der Wilderness Cruise in der Geikie Gorge.

Dort hat sich ein zweiter Fluss, der Fitzroy River, in das Barriereriff aus dem Devon gegraben und in Kalksteinwände geschaffen, die „wie die Zähne unserer Crocs aussehen“. Bill, ein Bunubu Elder, lacht, und zeigt auf einen Busch, der sich an der Wasserlinie an den Fels krallt. „Da, siehst Du? Seine Schnauze ragt aus dem Wasser…“

Überall in den Kimberley sind es inzwischen meist indigene Guides, die die Gäste führen. 45 Prozent der Einheimischen sind Ureinwohner – landesweit nur drei Prozent.

Der Ned Kelly der Kimberley

Zusammenstöße zwischen weißen Siedlern und indigener Bevölkerung waren früher an der Tagesordnung. Und haben einen Bunuba-Aborigine zum Ned Kelly der Kimberley gemacht: Jandamarra. Anfangs noch gelingt dem Jungen, der 1873 geboren wurde, der Spagat zwischen den Kulturen. So hat er zwar den Bunuba-Jäger Ellemara als Vorbild, ist aber gleichzeitig auch mit dem weißen Viehtreiber Bill Richardson befreundet.

Als Richardson zur Polizei wechselt, geht Jandamarra als Fährtenleser mit und hilft, bei einer Polizeiaktion Ellemara und andere aufständische Bunuba aufzuspüren und  in der Lillimooloora Station festzusetzen, einer Viehfarm rund drei Kilometer südlich der Windjana Gorge. Für seinen Stamm ist Jandamarra damit ein Verräter. Unter Druck gesetzt, erschießt Jandamarra am 31. Oktober 1894 Richardson, erbeutet mehrere Handfeuerwaffen und befreit seine Viehtreiber.

Mit diesem allerersten bewaffneten Angriff von Aborigines gegen die Kolonisten beginnt der Bunuba War. Jandamarra und seine Krieger verstecken sich in der Windjana Gorge, wo sie eine Woche nach dem Überfall, am 16. November 1894, von 30 bewaffneten Polizisten und Siedler aufgespürt werden. Beim Feuergefecht wird Jandamarra schwer verletzt, kannn aber in den stockdusteren Tunnel Creek fliehen.

Er kennt ihn wie seine Westentasche. Und weiß als einziger: Es gibt dort einen Felssturz, der die Flucht ins Freie nach oben ermöglicht. Drei Jahre lang – bis 1897  – führte Jandamarra von seinem Versteck aus seinen bewaffneten Widerstand gegen die Polizei und die weißen Siedler weiter. Jene wiederum „verteidigten“ sich mit Angriffen auf Lager der Bunuba rund um Fitzroy Crossing.

Sein Schicksal schließlich besiegelt ein Fährtenleser, wie er selbst einer gewesen war: Mingo Mick. Der Bunuba-Mann folgt seiner Spur und erschießt Jandamarra am 1. April 1897 im Tunnel Creek. Sein Kopf wird abgetrennt und als Trophäe nach England geschickt, sein Körper von seiner Familie in einem Affenbrotbaum beigesetzt.

Mannshoch werden die Termiten im Busch von Halls Creek. Foto: Hilke Maunder

Australiens chinesische Mauer

Immer größer werden die Distanzen zwischen den Orten, immer kleiner die Siedlungen. Das alte Halls Creek ist heute eine Ruinenstadt im Busch. Meterhoch überragen Termitenhügel die alten Straßenschilder und Häuserreste. Außerhalb von Halls Creek ragt ganz unvermittelt eine leuchtend weiße Mauer aus dem roten Outback empor: die China Wall.

Quarzadern wie die China Wall verraten im Outback der Kimberley: Hier ist Gold zu finden. Foto: Hilke Maunder

Es ist eine Quarzader, die senkrecht aus dem Sandstein bis zu sechs Meter hochgeschoben wurde, und das kilometerlang. Burraluba nennen die örtlichen Jaru-Aborigines die geologische Attraktion. Hin führt eine Offroadpiste, die vom Duncan Highway abzweigt.

Die Nacht verbringe ich in einem komfortablen Safarizelt des ATP Wilderness Camps zu Füßen eines Naturwelterbes, das eine Filmcrew erst 1983 per Zufall entdeckte: die Bungle Bungles. Den örtlichen Kija-Aborigines waren die Sandsteindome seit mehr als 20.000 Jahren bekannt.

Typisch für die Kuppen sind neben der ungewöhnlichen Form auch ihre auffälligen Schichten in Rot und Schwarz, die durch die Eisenmineralien, Konglomerateinlagerungen und die Krusten von Cyanobakterien im Sandstein entstehen.

Das ATP Wilderness Camp in den Bungle Bungle Ranges

Wandern in der Wildnis

Bis heute sind die Bungle Bungles im riesigen Purnululu-Nationalpark eine echte Wildnis, nur per Allradfahrzeug zu erreichen und ein Wanderparadies. Vom Piccanniny Parkplatz laufe ich zur Cathedral Gorge, einer riesigen Grotte mit Wasserloch, schwitze in der gleißenden Sonne auf dem Weg zum Lookout.

Am nächsten Tag folge ich  – von einem anderen Parkplatz aus – einem ausgetrockneten Flusslauf in die immer enger werdende Echidna Chasm, in der urzeitliche Livistonia-Palmen schlank vor tiefroten Sandsteinfelsen aufragen und schließlich kaum ein Sonnenstrahl den Boden berührt.

Die Bungle Bungle Range beim Piccaninny Creek. Foto: Hilke Maunder

Nicht nur in den Bungles, auch später in Kununurra, sollte man einmal die Gelegenheit zu einem Rundflug nutzen. Wie riesig die Naturparks sind, zeigt sich am besten aus der Luft. Bis an den Horizont erstrecken sich die bienenkorbartigen Felsdome. Vier mal so groß wie der Bodensee glitzert unter uns auch Lake Argyle.

Am Südufer fördert eine Mine heiß begehrte Edelsteine, die nur hier vorkommen: pink diamonds. Acht Tonnen jährlich, 40 Millionen Karat. In Kunurra funkeln und glitzern die Diamanten in den Auslagen der Juweliere. Luxus von Pastel-Rosa bis Power-Purpur. If I were a rich girl…

Rote Felsen, weiter Busch: das Outback. Foto: Hilke Maunder

Kimberley: die Infos

Lage

Mit 424.517 Quadratkilometern ist die Kimberley-Region im Nordwesten des Bundesstaates Westaustralien von der Fläche her fast genauso groß wie Deutschland und Österreich. Sie begrenzen im Westen der Indische Ozean, im Norden die Timor-See, im Osten das Northern Territory, im Süden die Große Sandwüste.

38.000 Menschen leben in der Region – 45 Prozent sind Aborigines. Mit 0,009 Einwohnern je Quadratkilometer gehören die Kimberley zu den am dünnsten besiedelten Regionen dieser Erde – und ist noch einsamer als die Sahara! 

Hinkommen

Der internationale Flughafen von Broome (www.broomeair.com.au) ist das Tor zu den Kimberley; angeflogen wird er von Qantas und QantasLink (www.qantas.com.au), Virgin Australia (www.virginaustralia.com.au) sowie Airnorth (www.airnorth.com.au). Kimberley Aviation (http://kimberleyaviation.com.au) startet von Broome aus zu Charter- , Shuttle- und Flugausflügen. Seit 2009 gehört ein Heliport zum Flughafen.

Schlafen & schlemmen

Cable Beach Club

Die legendäre Resortanlage am berühmten Cable Beach mit mehreren Pools und Spa, zuletzt etwas in die Jahre gekommen, wurde sukzessive renoviert. Für gemütliches Ambiente sorgen Holzfußböden und lokales Kunsthandwerk. Tipp: auf Portalen wie Booking.com oder wotif.com buchen – da gibt es satte Prozente.
• 1 Cable Beach Road West, Broome WA 6725, Tel. +61 (08) 91 92 04 00, www.cablebeachclub.com

Kooljaman

Das mehrfach ausgezeichnete Wildniscamp ist nur in den sechs trockenen Monaten von April bis Oktober geöffnet. Es bietet eine Vielzahl von Unterkünften: Deluxe-Safarizelte, Standard-Safarizelte, Mini-Safarizelte, Strandhütten mit WC, halboffene Strandhütten, Blockhäuser, Zeltplatz-Units und Stelllplätze für Womo und Caravan. PMB 8, Cape Leveque WA 6725, Tel. +61 (08) 91 92 49 70, www.kooljaman.com.au; mehr zu Lodge und den indigenen Erlebnissen im Bardi-Land: https://reiseschreibe.de/kooljaman

Fitzroy River Lodge

Weitläufige Anlage mit aufgeständerten Lodges, die Luxusstudios, Komfortzimmer und einfache Motel-Units bieten, sowie Safari-Zelten am Campingplatz direkt am Fitzroy River.
• 277 Great Northern Highway, Fitzroy Crossing WA 6765, Tel. +61 (08) 91 91 51 41, www.fitzroyriverlodge.com.au

Halls Creek Motel

Motelzimmer von einfach bis komfortabel, Suiten mit Spa sowie Familienzimmer im Jugendherbergsstil bietet das einzige Dreisterne-Motel des Ortes, in dessen Restaurant auch Einheimische gerne speisen.
• 98 Great Northern Highway, Halls Creek WA 6770, Tel. +61 (08) 91 68 96 00, www.hallscreekmotel.com.au

Zelt, Jeep, Natur: Camping im Wildnis-Camp Kooljaman. Foto: Hilke Maunder

Free Camping

Auf den 24-Hours-Stopps entlang der Highways darf man für eine Nacht kostenlos im Camper, Womo oder Wagen nächtigen – die Polizei patrouilliert. Wer wild campt oder andere Parkplätze für die Nacht aufsucht, muss mit deftigen Bußgeldern rechnen.

Indigenous Tourism Champion

Die besten Anbieter von authentischen Aborigines-Erlebnissen werden seit 2007 im Rahmen des Indigenous Tourism Champions Program (ITCP) von Tourism Australia und Indigenous Business Australia (IBA) zertifiziert.

Dieser Beitrag ist in Heft 2/2017 des Ländermagazins 360° Australien erschienen.

Mein Australien lesen und hören

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Australien Westaustralien 50 Highlights abseitsAuf unbekannten Wegen bin ich immer wieder gerne in Australien unterwegs, und in letzter Zeit besonders in Westaustralien. Dort habe ich vor Ort zwei Jahre lang Ziele off the beaten track recherchiert: 50 einzigartige Highlights für alle, die den größten australischen Bundesstaat abseits des Mainstreams entdecken möchten.

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Kunth: die schönsten Reiseziele Australien / NeuseelandModerne Metropolen wie Sydney und Melbourne, Wildnis und Weite wie das legendäre Outback, Naturwunder wie Uluru und Great Barrier Reef, das größte lebende Korallenriff der Erde: Die Vielfalt der faszinierenden Reisemöglichkeiten zeigt das Bildlexikon Die schönsten Reiseziele Australien / Neuseeland / Ozeanien* aus dem Kunth-Verlag.

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Unterwegs in Australien„Unterwegs in“ nennt der Kunth-Verlag seine Reihe, deren Werke Bildband, Reiseführer und Atlas vereinen. Australien ist mein Werk. Es ist eine opulente Reiseenzyklopädie, die umfassende Orientierung und kompaktes Wissen bietet.

Der bilderreiche und informative Hauptteil ist nach Regionen bzw. nach Reiserouten gegliedert und beschreibt die schönsten Plätze, die ihr gesehen haben müsst. Von mir stammt der Band Unterwegs in Australien*. Wer mag, kann ihn hier* direkt bestellen.

Im Hamburger Silberfuchs-Verlag erschien meine klingende Zeitreise durch die Kulturgeschichte Australiens. Beim Zuhören folgt ihr den Legenden der Ureinwohner und den Spuren der weißen Siedler. Ihr entdeckt unter den Felsen von Kakadu eine Freiluftgalerie der Vorzeit, erlebt in Port Arthur als Strafgefangene die Hölle auf Erden, grabt in Victoria nach Gold und begegnet in den australischen Alpen dem Wegelagerer und Volkshelden Ned Kelly.

Andreas Fröhlich  von den Drei ??? erzählt die Kulturgeschichte Australiens spannend wie einen Krimi. 2010 wurde er als  „Bester Interpret“ mit dem Deutschen Hörbuchpreis ausgezeichnet.

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