2006EuropaRussland

Moskau: Wiedererwachte Weltmetropole

Moskau vibriert. Seit Perestroika und Glasnost bricht auch das Stadtbild um – tagtäglich verändert die russische Metropole ihr Gesicht. Doch der Rote Platz ist noch immer die Mitte Russlands, und die Zwiebeltürme der Basiliuskathedrale leuchten wie seit Jahrhunderten in der Sonne.

Mythos von Moskau: der Rote Platz

Der Rote Platz ist für die Russen ein mystischer Ort, Wahrzeichen des Riesenreiches und Geschichtsbuch des Landes. Im Mittelalter wurden auf dem Krasnaja Ploschtschad Pelze aus Sibirien und Gewürze aus Zentralasien gehandelt, Volksfeste gefeiert, später Staatsfeinde wie der Bauernführer Stenka Rasin oder der Kosaken-Rebell Pugatschow gevierteilt, geköpft oder anders öffentlich hingerichtet und zu Sowjetzeiten stundenlange Militärparaden abgehalten. Heute lichten Photographen Touristen zwischen zwei lächelnden Doubles ab: links Iwan der Schreckliche, rechts Lenin. Vor dem Lenin-Mausoleum sind die Warteschlangen verschwunden, und selbst das Rauchen ist auf dem 700 mal 130 Meter großen Areal nicht mehr verboten.

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