2014AsienThailand

Stop-over in Bangkok: eine Stadt im Fluss

Bangkok ist überwältigend. Alle Versuche, die Stadt zu verstehen, zu beschreiben, auf wenige Seiten zu pressen, scheitern zwangsläufig. Die Hauptstadt Thailands ist ein Moloch, laut, voll, verstopft. Und doch ein faszinierender Schmelztiegel der Kulturen, der vibriert, in die Zukunft vorprescht, sich immer wieder neu erfindet, ohne die Wurzeln zu verlieren. Der beste Weg, sie zu entdecken: sich treiben lassen im geschäftigen Trubel zwischen Tradition und Trend, Tuk-Tuk und Tempel.

Sieben bis acht Millionen Menschen leben in Bangkok, so genau weiß das niemand, zehn Millionen sollen es in der Metropolregion der „Stadt der Engel“, deren vollständiger Name mit 139 Zeichen der längste Ortsname der Welt ist: กรุงเทพมหานคร อมรรัตนโกสินทร์ มหินทรายุธยามหาดิลก ภพนพรัตน์ราชธานีบุรีรมย์ อุดมราชนิเวศน์ มหาสถานอมรพิมาน อวตารสถิต สักกะทัตติยะ วิษณุกรรมประสิทธิ์ – zu deutsch Stadt der Engel, große Stadt, Residenz des heiligen Juwels Indras, uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm gebaut wurde…

Oder, für die Thai, nur kurz „Krung Thep“. Einst mit Kanälen und Elefantenwegen am Ostufer des Chao Praya angelegt, wurden die alten Durchgangswege für die wachsende Zahl an Automobilen in den 1950er-Jahren zugeschüttet: Millionen stauen sich heute rund um die Uhr auf den Straßen. Schneller unterwegs ist man auf den Schienenwegen der Metro und des auf Stelzen durch die Stadt sausenden, vollautomatischen Bangkok Sky Train.

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