Skiurlaub in den Skandinavischen Alpen

Hemsedal gilt als bestes Skigebiet Norwegens. Auf halbem Weg zwischen Oslo und Bergen mitten in den Skandinavischen Alpen gelegen, bietet das familienfreundliche Skidorf einige der anspruchsvollsten Pisten des Landes, nahezu unbegrenztes Tiefschnee-Terrain und einen Service, der an amerikanische Ski-Stationen erinnert.

Besonders Familien mit Kindern werden rundum gut versorgt. Kaufen Eltern einen Liftpass für mehr als drei Tage, wird der Nachwuchs ab drei Monaten in der Krippe „Trollia“ kostenlos betreut. Ebenfalls kostenlos für Kinder unter sieben Jahre ist der Liftpass – den Sturzhelm gibt es gratis dazu. Sicher Ski- und Schlitten fahren können die Jüngsten im abgegrenzten Kinderskigebiet Trollskogen. Täglich geht es zur Schatzsuche, mehrmals die Woche sogar im Snowmobil.

1961 ging der erste Skilift in Hemsedal in Betrieb. Heute erschließen 19 Lifte 39 Pisten – 13 grüne, acht blaue, zehn rote und acht schwarze – und unzählige Abfahrten im Gelände.

/Hemsedal: Bergstation des Hollvinheisen-Liftes(l.) mit Bergrestaurant (r.) am Schlepplift Fjellheis.
Die Bergstation des Hollvinheisen-Liftes (l.) mit Bergrestaurant (r.) am Schlepplift Fjellheis.

Die Lifte in Hemsedal sind für skandinavische Verhältnisse recht komfortabel. Fünf der zehn Aufstiegsanlagen sind Sessellifte, vier davon Expresslifte. Hinauf zum 1.497 Meter hohen Totten führt der höchstgelegene Sessellift Skandinaviens. Hinab durch die baumlose Weite gleitet eine grüne Panoramapiste. Sie eröffnet immer wieder neue Aussichten über die tief verschneite Fjelllandschaft, ein endloses, weich gekupptes Weiß, nur hier und da durchzogen von den Spuren der Langläufer.

Auch am Hamaren (1.444 Meter) überziehen einfache Pisten die oberen, baumfreien Hänge. Doch sobald die ersten Krüppelkiefer auftauchen, wird das Gelände schwieriger und steiler. An der Mittelstation beginnen fünf eisglatte, schattige Schneisen für Cracks, die von Osten nach Westen steiler werden. Weniger Wagemutige finden eine rote Piste, die zum Schwingen verführt. Einsteiger bringt die längste Piste des Skigebiets, die vier Kilometer lange grüne Turistløypa, sicher zurück ins Tal. Einfach bis mittelschwer sind auch die beiden langen Abfahrten vom Røgjin (1.370 Meter) mit direktem Anschluss an die beiden Ski-In/Ski-Out-Ferienanlagen Skarsnuten und Vesletøjen.

Hemsedal: Blickvon der roten Piste Nr. 10 auf den Rogjin-Gipfel und die Lift-/Servicestationen im Tal.
Blick von der roten Piste Nr. 10 auf den Røgjin-Gipfel und die Lift- und Servicestationen im Tal.

Sämtliche Skihänge von Hemsedal liegen im Norden oder Nordosten. Die Schneequalität ist dadurch sehr gut, die Saison länger als in anderen Skigebieten Skandinaviens: Sie beginnt im November und endet erst am 4. Mai. Wer sonnige Südhänge sucht, findet sie talaufwärts in Sollheisen. Die sechs Pisten sind im Liftpass von Hemsedal eingeschlossen. Während der gesamten Saison verlängert Flutlicht den Skitag vier Mal pro Woche um drei Stunden. Neu im Angebot ist der Skilauf zum Sonnenaufgang: Frühaufsteher können sich bereits von 7 bis 9 Uhr auf den frisch gespurten Pisten austoben.

Für Akrobaten auf dem Board wurde an der Lialøypa ein Snowboardpark angelegt, eine 600 Meter lange Arena mit zwei Halfpipes, Boardercross, 360 Grad-Karussell, Bump-Area und einem „Big Jump“, der bis zu 40 Meter weite Sprünge ermöglicht. Dreimal täglich verkehrt ein kostenloser Skibus zum Langlaufgebiet Gravset. Auf dem Gebirgsplateau in 1.000 Meter Höhe findet der Langläufer 90 Kilometer gespurter Loipen, die allabendlich bis Mitternacht beleuchtet werden. Weitere 120 Kilometer Bergrouten werden ab Februar präpariert.

Hemsedal: Blaue Abfahrt Nr. 13/14 vom Røgjin (1.370 Meter).
Die blaue Abfahrt Nr. 13/14 vom Røgjin

Auf allen Pisten gilt absolutes Alkoholverbot. Wer angetrunken auf der Piste erwischt wird, verliert seine Liftkarte. Umso feucht-fröhlicher ist der „After-Ski“, der bereits am Nachmittag beginnt. In der Skistua erklingt Live-Musik, in der „Garasje“ tanzen Norweger auf den Tischen. Die Szene trifft sich im Hemsedal Café zum Chill-Out, und aus der Elgen Bar dringen Rockmusik und Rauch. Zweimal pro Woche kann auch der Nachwuchs unter dem ausgestopften Elch-Schädel feiern – dann gibt es Cola und Kuchen zum Après-Ski. Auch im Fanituellen ist man auf Familien mit Kindern eingestellt. Nirgends werden harte Getränke ausgeschenkt, allenfalls teures Bier oder Wein.

Hemsedal: "Afterski" in der Skistua
“Afterski” in der Skistua

9.000 Gäste tummeln sich täglich im Skigebiet, 16.000 sollen es werden. Mit seinem „Mountain Concept Plan“ will Hemsedal bis zum Jahr 2015 zur Nummer eins in Skandinavien werden und Skigebieten in den Alpen und Amerika Konkurrenz machen. In den nächsten zwölf Jahren soll die Bettenzahl in Ferienwohnungen, Hütten und Hotels von 6.000 auf 11.000 nahezu verdoppelt werden, die Zahl der Pistenkilometer von derzeit 42 auf 75 Kilometer wachsen. Dazu soll, räumlich getrennt vom heutigen Ort, ein neues, autofreies Skidorf entstehen und der „Gummiwald“ an der Rückseite des Røgjin in das bisherige Skigebiet integriert werden.

Hinter dem 150 Millionen Euro teuren Ausbau steht die Aktiengesellschaft Skistar, die Hemsedal seit März 2000 im Portfolio führt. Nach einer zweijährigen Umweltverträglichkeitsprüfung genehmigte die Gemeinde im Februar 2003 die Entwürfe der kanadischen Planer „Ecosign“ – und wurde damit Skandinaviens erstes Skigebiet mit Masterplan. Bereits zur Saison 2003/4 wird der 20 Jahre alte Hollvinheisen-Lift hinauf zur Mittelstation am Hamaren durch einen schnellen Sechser-Sessel ausgetauscht.

Schneller geworden ist auch die Anreise nach Hemsedal: Die neue direkte Verbindung vom Flughafen via Hønefoss spart die Stadtfahrt in Oslo, im weiteren Verlauf die neue Straße via Sogna den Umweg über Norefjell – und verkürzt die Anreise damit um eine Stunde.

Hemsedal: Direkt an der Piste - die Ferienanlage Veslestolen. Oberhalb: Hotel und Feriendorf Skarsnuten.
NDirekt an der Piste: die Ferienanlage Veslestolen. Oberhalb: Hotel und Feriendorf Skarsnuten.

Skiurlaub in den Skandinavischen Alpen: Info

Norwegisches Fremdenverkehrsamt, Postfach 113317, D-20433 Hamburg, Internet: http://www.visitnorway.com

Hemsedal im Internet: www.hemsedal.com

Norwegen-Versand (Broschüren): Postfach 940296, 60460 Frankfurt/Main, Bestell-Fax: 0180/5 66 79 29 (12 cents/Minute)

Dieser Beitrag wurde am 28. Januar 2004 vom gms-Themendienst der dpa verbreitet und von zahlreichen deutschsprachigen Medien abgedruckt, so auch von den Oberpfalz-MedienHemsedal habe ich auch hier vorgestellt.

Hemsedal: Start zur Snowscooter-Tour.
Start zur Snowscooter-Tour.

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