2004Siebter Himmel

Bali ohne Rummel: unterwegs im Norden

Berge, Vulkanseen und Reisterrassen trennen den turbulenten Süden Balis vom stillen Nordwesten. Doch erlebt der Gast noch ein ursprüngliches Bali, kaum berührt vom Massentourismus. Wer Bali in aller Ruhe erleben will, sollte sich in den Nordwesten der Insel aufmachen. Touristischen Trubel gibt es dort nur in Lovina – der Strand des Dorfes Kalibukbuk bildet das nördliche Pendant zu den bekannten Badeorten Balis.

Dennoch geht es im Vergleich zu Candidosa oder Kuta noch ruhig und geradezu familiär zu. Schuld daran ist vermutlich der Strand, der zwar der längste der Insel ist, dessen Aussehen jedoch nicht den gängigen Vorstellungen eines Traumstrands entspricht. Er ist nicht golden gelb, sondern schwankt zwischen schwarz und staubigem Grau – ein schmales Band grobkörniger Lava, gesäumt von bunten Auslegerbooten.

Ein kleines Riff bricht die Wellen und macht das Meer viel ruhiger als an der Südküste. Fliegende Händler verkaufen Muscheln, Schnecken- und Nautilusgehäuse. Jeden Morgen, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Strand in ein schmales glitzerndes Band verwandeln, starten Motorboote zu einem umstrittenen Spektakel: Dolphin Watch – Gäste können Delfine bei der Futtersuche beobachten. Einige hundert Meter von den Hotels und Bungalowanlagen stehen die Hütten und Häuser der Fischerfamilien, beginnt bereits das ursprüngliche Bali.

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