2013DeutschlandSchleswig-Holstein

Föhr: die Genuss-Insel

„Diese Landschaft hat gar nichts Äußerliches, Lautes, sie spricht selbst fast nicht, sie singt höchstens leise an stillen sonnigen Abenden, wenn das Meer wie ein Spiegel grünblau mit dem Himmel zusammenzurinnen scheint…“

schwärmte Christian Morgenstern 1905 von Föhr und fiel damit in den Lobgesang ein, den schon viele andere berühmte Gäste vor ihm angestimmt hatten. Bereits 1819 waren am Sandwall von Wyk Männer und Frauen – streng nach Geschlecht getrennt – von hölzernen Badekarren zum Bad in die Fluten gestiegen.

Könige & Komponisten

Doch richtig in Schwung kam der Badebetrieb erst mit dem Besuch eines Blaublüters: Der dänische König Christian VIII. verbrachte mit seiner Gemahlin Caroline Amalie von 1842 – 1847 regelmäßig fünf Wochen auf der Insel. 1844 besuchte ihn der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen, der ins Tagebuch eintrug:

„Ich habe jeden Tag gebadet, und ich muss sagen, es ist das unvergesslichste Wasser, in dem ich gewesen bin.“ Und ganz beschwingt schrieb Walzerkomponist Johann Strauss beim Blick auf die Badenden an der Wyker Strandpromenade seine „Nordsee-Bilder“.

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