2018DeutschlandSchleswig-HolsteinSiebter Himmel

Amrum: Nordfrieslands schönste Sandkiste

Wie ein dicker Halbmond liegt sie im Wattenmeer: Amrum, die waldreichste und ursprünglichste Insel der deutschen Nordsee. Als „Geliebte des Blanken Hans“ gibt ihr das Meer, was es anderswo nimmt: feinsten Sand für traumhafte Strände.

Gewiefte Strandräuber

22 km – oder 90 Fährminuten – trennen das 30 qkm große Eiland vom Festland. Unzählige Sandbänke machen die Seefahrt zum heiklen Unterfangen. 1875 wurde daher bei Süddorf der mit 64 m höchste Leuchtturm der deutschen Nordseeküste errichtet – sehr zum Leidwesen der Insulaner. Sie hatten von den Schiffsunglücken vor ihrer Küste sehr einträglich gelebt.

Beim „Strandlaufen“ brachten sie angeschwemmte Fundstücke vor den staatlichen Strandvögten „in Sicherheit“. Mit falschen Leuchtfeuern halfen sie bei vielen mehr 400 Strandungsfällen vor der Insel ein wenig nach und lenkten die Schiffe in den weiten, der Insel vorgelagerten Kniepsand.

Um das Schicksal der Schiffbrüchigen kümmerten die Insulaner erst ab 1865, als die ersten Seenotrettungsboote zum Einsatz kamen. Dennoch blieb das Meer ein gefährlicher Arbeitsplatz.

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