2002EstlandEuropa

Die Hügel und Wäldern von Haanja

Mit 19 Gipfeln ist das Haanja-Hochland nicht nur das hügeligste (und regenreichste) Gebiet Estlands, sondern auch der Armenhaus des Landes: Der Teufel soll, so die Sage, das Gebiet vergeblich nach Erdnüssen durchwühlt haben… Früher schnitzen die Bauern daher während des Winters Holzpfeifen, um ein Zubrot zum kargen Auskommen zu erhalten. Die damalige Armut ist heute der größte Reichtum: Die Natur, vielfältig wie ursprünglich erhalten, lässt heute den sanften Tourismus boomen. 

Noch gelten die 30 Seen rund um die höchsten Berge des Baltikums als Geheimtipp für alle, die die unberührte Natur ringsum genießen wollen: beim Fischen in einem ruhigen Fluss, Reiten durch Birkenwäldern, Wandern oder Radfahren. Hauptattraktion ist der 318 Meter hohe Suur Munamägi, dessen Name „Großer Eierberg“ auf seine eiförmige Kuppe verweist. Samt Aussichtsturm erhebt sich der Berg 346,7 Meter über dem Meeresspiegel – und bietet eine atemberaubende Aussicht auf die Wälder und Seen bis nach Lettland und Russland.

Sonst ist Estland eher flach – die durchschnittliche Höhe beträgt nur 50 Meter über Normalnull. Im Winter überzieht eine hohe Schneedecke die Hügel der Haanja. Dann rühmen sich Otepää, Võru und Kääriku als Wintersportzentren und locken Langläufer und Rodler aus allen Ecken des Baltikums an.

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